Vereins-Chronik
Erste Handgemalte Vereinsfahne 1886
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1883
Aus der Schiesssektion des Grütlivereins Liestal ging der
Feldschützenverein Liestal mit 40 Mitgliedern hervor. Der erste
Präsident des Vereins war Oberleutnant Edgar Tanner, welcher 1890
Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft wurde.
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Handgestickte Vereinsfahne 1908
10 Präsidenten haben den Verein die ersten 25 Jahre geführt. Der
Feldschützenverein zählte 90 Mitglieder. Der Feldschützenverein hatte in
den ersten 25 Jahren seines Bestehens eine wichtige Funktion im
Vereinsleben der Stadt Liestal. Jährlich fanden die Unterhaltungsabende
unter Mitwirkung vieler Vereine im Engelsaal statt.
Das Feldsektionswettschiessen, welches auf einem einzigen Platz im
Kanton durchgeführt wurde, war immer auch ein festlicher Anlass, der mit
der Stadtmusik in Begleitung der Vereinsbanner mit grossem Aufmarsch
besucht wurde. Entweder wurde der Tross in einem Fussmarsch oder mit
Ross und Wagen an den Durchführungsort geführt. Der kameradschaftliche
Wert solcher Schützenfeste war viel wichtiger als die Rangierung. Der
Besuch dauerte meist mehr als einen Tag.
1909
führt der Feldschützenverein mit der Schützengesellschaft Liestal
das Feldsektionswettschiessen für den Kanton durch. Es beteiligten sich
51 Sektionen mit 2003 Schützen am Anlass auf der Sichtern. Es scheint,
dass der obligate Kegelschub jeweils nach den Schiessanlässen eine sehr
große Bedeutung hatte.
Erstaunt muss man heute feststellen, dass die Teilnehmerzahl am
Feldsektionswettschiessen weit grösser war, als der Verein Mitglieder
hatte.
Die Entschädigung für die Benützung der Schiessanlage der SGL wurde auf
Fr. 60.- pro Jahr erhöht.
1910
wurde der erste Jungschützenkurs mit der SGL mit 40 Teilnehmern
durchgeführt.
1911
konnten die Feldschützen gegen eine Gebühr von Fr. 600.- dem
Militärschiessstand im Altmarkt einen eigenen 300 m-Schiessstand
anbauen. Das Land wurde dem Verein von dessen Präsidenten Emil Tschudin
sen. zur Verfügung gestellt.
Die Feldschützen werden
Stammsektion beim Dornacher-Schiessen.

Der Feldschützenverein amtet als Patensektion beim Fahnenweihschiessen
der Feldschützengesellschaft Seltisberg.
1929
Es wird die Frage eines Verbandes „Vereinigte Schützenvereine von
Liestal“ diskutiert. Der Zusammenschluss sollte eine gedeihliche
Zusammenarbeit der Liestaler Schützenvereine bewirken. Die Idee
scheiterte.
1931
Der traditionelle Ausmarsch der Schützengesellschaft Riehen endet
das erste Mal bei den Feldschützen in Liestal. Im Oktober findet dann
der Gegenbesuch statt. Seit diesem Jahr nahmen die Feldschützen am
jährlichen Zentralschweizerischen Feldmeisterschaftsschiessen teil.
1932
Der Feldschützenverein ernennt die Feldschützengesellschaft
Bubendorf auf Grund der guten gegenseitigen Einvernahme zur
Ehrensektion. Die Anerkennung erfolgt einseitig.
1933
50 Jahre Feldschützenverein Liestal. Es findet ein
Jubiläumsschiessen mit 29 teilnehmenden Sektionen statt. Die
Festwirtschaft befindet sich im städtischen Zeughaus. Der Verein hat 191
eingeschriebene Mitglieder.
Man sagt den Feldschützen nach, dass sie eine besonders offene
Vereinspolitik betreiben. Nicht Rang und Namen sind massgebend. Dies
äussert sich darin, dass der Verein im Volk sehr verankert ist. So wurde
im Hotel Engel jährlich ein Unterhaltungsabend für die Bevölkerung von
Liestal mit Volkstheater durchgeführt. In die Zeitspanne der letzten 25
Jahre fallen alle bisherigen Ernennungen von verschiedenen
Ehrensektionen (mit Ausnahme der letzten des SV Lausen):
1922: Feldschützen Dornach
1925:
Patensektion für Feldschützen Seltisberg bei der Fahnenweihe
1932: Feldschützen Bubendorf (ohne gegenseitige
Anerkennung)
1933: Schützengesellschaft Riehen
1936: Schützenverein Lausen
1935
Der Feldschützenverein führt ein interkantonales Standschiessen
durch. Es nehmen 75 Sektionen mit 2’000 Schützen daran teil. Die
Plansumme beträgt Fr. 60’000.- Auf Ende dieses Jahres kündigt die SGL
den Feldschützen den Pistolenstand.
1937
Die Feldschützen organisieren das kantonale Jungschützentreffen,
an welchem 1’000 Jungschützen teilnehmen.
Diese grüne wurde bis zum diesjährigen Jubiläumsjahr 2008 verwendet.
Sie war der Ersatz für das „Dornacherfähnli“, welches anlässlich der
Rückkehr der Jungschützen von einem Schiessen bei der Kreuzung mit einem
Gegenzug vom Fahrtwindsog aus dem Eisenbahnwagen entschwand und zerstört
wurde.
1939
Gründung der Gesangssektion der Feldschützen Liestal, die aber
nur kurze Zeit singt. Sie wird in den Männerchor Liestal integriert.
Der Feldschützenverein zählt
227 Mitglieder.
Mit dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges wird die Schiesstätigkeit im
sportlichen Bereich stark eingeschränkt. Es werden den Schützenvereinen
neue Aufgaben zugeordnet. So hat der Feldschützenverein die Ausbildung
der waffentragenden Schiesspflichtigen des Luftschutzes und des
bewaffneten Bahnpersonals im Auftrage des EMD für den Platz Liestal zu
übernehmen.
1946
Der Feldschützenverein führt erstmals das Bezirkswettschiessen
durch. Emil Schäfer, ehemaliger Präsident und späterer Ehrenpräsident
der Feldschützen, wird Ehrenmitglied des Bezirksschützenverbandes
Liestal (BSV), nachdem er dort als Kassier amtete.
Feldschützengeist!
Er wird immer wieder erwähnt. Was ist das? Er äussert sich in der
Offenheit, im Willkomm von Durchschnittsschützen im Verein, von
Schützen, die nicht in erster Linie an Spitzenresultate denken, sondern
solche, die einfach Freude am Schiessen haben und diesen Sport als Hobby
betreiben wollen. Der Feldschütze gibt diese eigene Freude weiter, indem
er Anlässe für andere organisiert und selber an den verschiedenen
Schützenfesten teilnimmt. Die Kameradschaft und die Freude auch am
Erfolg der Konkurrenten, intern und extern, haben einen hohen
Stellenwert. Obwohl im Verlaufe der Zeit die Konkurrenz in den Angeboten
sehr stark gestiegen ist, haben die Feldschützen an ihren traditionellen
Unterhaltungsabenden festgehalten. Fortan wird diese Aufgabe in Frage
gestellt. Aber der Feldschützengeist wird weiterleben. Die Freude am
sportlichen Wettkampf wird bleiben. Spitzenresultate sind gefragt, aber
nicht Bedingung. So ist der der Marsch zum Dornacherschiessen und der
obligate Jass Bestandteil dieses historischen Schiessens.
1959
Durch Willy Dalcher wird der
Donatorenfonds ins Leben gerufen. Der Zweck des Fonds ist es, aus seinen
Zinsen das freiwillige Schiesswesen im Feldschützenverein Liestal zu
fördern.
1960
Als Ersatz für den zurücktretenden Präsidenten des
Bezirksvorstandes Emil Schäfer stellt sich mit Alfred Seeger ein
weiterer Feldschütze als Vertretung im BSV zur Verfügung. Er wird als
Sekretär gewählt. Die Einführung des Sturmgewehres 57 in der Armee gibt
zu grossen Diskussionen Anlass, denn es wurde nicht als Sportwaffe
geschaffen und muss trotzdem als solche in den Schiesssport integriert
werden.
1963
René Dürrenberger, ein weiterer Feldschütze, wird in den
Bezirksvorstand gewählt. Die Feldschützen sind Gewinner des
General-Guisan-Wanderpreises. Vom Verein nahmen 275 Schützen an diesem
Feldschiessen teil.
Eine neue Fahne wird eingeweiht. Der Entwurf stammt von Marcel Wunderlin
und zeigt als Motiv den Feld-Schützen Das Fahnenweihschiessen im
September bringt 65 Sektionen und 10 Gruppen mit total 1'028 Schützen
auf 300 m und 290 Schützen auf 50 m ans Fest.

1965
erhält die Pistolensektion eine
Standarte mit dem Motiv der Vereinsfahne.
1966
Der Feldschützenverein wird Stammsektion der Morgartenschützen
und nimmt jährlich am Morgartenschiessen teil.
1968
An der Schweizerischen Gruppenmeisterschaft scheiden die
50m-Schützen mit Auszeichnung aus.
1969
Auch die 50m-Schützen nehmen erstmals am Morgartenschiessen teil.
1971
Die 50-m Schützen nehmen erstmals als Gastsektion am
Rütli-Schiessen teil.
1972 Stilllegung der gesamten Schiessanlage im Altmarkt/Altenbrunnen. Die neue Schiessanlage auf Sichtern wird bezogen. Die Feldschützen beschliessen den Bau der demontierbaren Festhalle für die neue Schiessanlage. Die Feldschützen tragen als Erkennungszeichen neu ein gesticktes Brustabzeichen.
1977
Die 50m-Schützen scheiden bei der Gruppenmeisterschaft erst im
Viertelfinal aus.
1982
Das Kantonalschützenfest beider Basel findet auf Sichtern statt.
Die Organisation liegt in den Händen aller Liestaler Schützenvereine.
1983
100 Jahre Feldschützen Liestal.
Im grossen Saal des Hotels Engel findet der Festakt mit mehr als 100
Gästen aus dem Verein, der Politik und der befreundeten Vereine statt.
Am Jubiläumsschiessen beteiligen sich 50 Sektionen und 847 Schützen auf
300 m und 23 Gruppen mit 193 Schützen auf 50 m. Auf beiden Distanzen
geht die Schützengesellschaft Liestal als Sieger hervor.
Frühere Selbstverständlichkeiten existierten nicht mehr und vieles wurde
in Frage gestellt, was früher als Tabu galt, zum Beispiel die Diskussion
über das „Obligatorische“.
Konkurrenzdenken musste in die Bahn unter Gleichgesinnten gelenkt
werden.
1984
Die Teilnahme am historischen Dornacherschiessen ist immer ein
besonderer Anlass. Die Feldschützen gehen zu Fuss über den Gempenstollen
nach Dornach. Und nach dem Schiessen bildet dann die obligate Jassrunde
das Ende des Tages.
1985
Eine stattliche Zahl von Feldschützen nimmt am Eidgenössischen
Schützenfest in Chur teil. Der Erfolg lässt sich sehen.
1987
Die Feldschützen schliessen mit der Schützengesellschaft Liestal
einen Vertrag über die Mitbenützung ihres Teils der Schiessanlage
Sichtern ab.
Damit ist auch das Problem der Zeiger gelöst, denn es wird nun auf
elektronische Scheiben geschossen.
Die Pistolensektion wagt sich ans Luftpistolenschiessen, und das mit
recht gutem Erfolg. Am Eidgenössischen Schützenfest in Chur belegen die
Pistolenschützen in ihrer Kategorie den 3. Rang. Hansjörg Roth wird
Bezirks- und Kantonalmeister, er nimmt an der Schweizermeisterschaft
teil.
1988
Neue Statuten.
Die Pistolensektion scheidet in der ersten eidgenössischen Runde der
Gruppenmeisterschaft mit Kranz aus.
1990
der Feldschützenverein Liestal organisiert das eidgenössische
Feldschiessen für den Bezirk auf Sichtern.
1991
700 Jahre Eidgenossenschaft. Der Feldschützenverein erlebt mit
dem Jubiläumsschiessen in Andermatt und der Fahrt mit dem Dampfschiff
„Stadt Luzern“ von Flüelen nach Luzern einen eindrücklichen Tag.
1993
110 Jahre Feldschützenverein Liestal wird mit dem
Kopfkranzschiessen in
Liedertswil aller Vorstands- und Ehrenmitglieder gefeiert.
1994
111 Jahre Feldschützenverein. Aus diesem Anlass organisieren die
Feldschützen ein Jubiläumsschiessen. Daran
nehmen über 1’200 Schützen teil.
Die Sturmgewehr-57-Gruppe wird mit 672 Pt. in der Gruppenmeisterschaft
Bezirksmeister.
1995
Eidgenössisches Schützenfest in Thun. Rege Beteiligung und
strahlende Gesichter dank der Auszeichnung Goldlorbeer.
Die Feldschützen wurden in diesem Jahr auch eingeladen, mit
einer 300m-Gruppe am Historischen Rütlischiessen teilzunehmen.
Bechergewinner
wurde Josef Bucheli.
1998
Die Diskussion um die Nachwuchsförderung wirft Wellen. Da der
Verein keinen Trainer zur Verfügung stellen kann, werden die Aktiven vom
Präsidenten aufgefordert, ein solches Amt zu übernehmen. Wieder einmal
wird die Frage des Zusammenarbeitens mit den anderen Vereinen gestellt.
Sollte das Angebot vom Luftpistolenschiessen 10 m, über das
Pistolenschiessen 25 m, über das KK-Schiessen 50 m und das Schiessen auf
300m Gültigkeit haben, so sind auf Sichtern alle Vereine gefordert. Nur
so können die vorhandenen Anlagen voll genutzt werden. Zudem sollte das
Angebot für Jugendliche ab 10 Jahren möglich sein.
1999 Nach Rücksprache mit den anderen Schiessvereinen im Stand Sichtern werden Schiesskurse für Junior/innen und Jugendliche ausgeschrieben. Es können zwei Luftpistolengruppen und eine Kleinkalibergruppe gebildet werden. Leider fehlt es an den notwendigen Instruktoren aus dem Verein, welche die notwendige Zeit für ein dauerndes Engagement aufbringen können. Die Kurse laufen nur auf „Sparflamme“.
Die Gruppe Sturmgewehr 57 wird in der Gruppenmeisterschaft im Felde B
mit 676 Pt. Kantonalmeister. Allerdings ist auf eidgenössischer Ebene in
der Qualifikationsgruppe der Gruppenmeisterschaft bereits Endstation.
2000
Der Präsident der Feldschützen Liestal regt an, in einer offen
geführten Diskussion die Frage der Fusion der Schützenvereine auf dem
Platze Liestal zu prüfen. In einer grossen Diskussionsrunde im Rathaus
Liestal legen die verschiedenen Schiessvereine und die Vertreter von
Behörden und des VBS ihre Meinung zu diesem Anliegen dar.
Die Sturmgewehr 57-Gruppe wird in der Gruppenmeisterschaft mit 660 Pt.
Bezirksmeister.
2001 -2004 In harten Auseinandersetzungen werden die
Bedingungen ausgehandelt, welche ein einziger zusammengeschlossener
Schützenverein in Liestal haben müsste. Der Schützenclub, der eigentlich
nur noch auf dem Papier existiert, nimmt an den Diskussionen nicht teil.
Er wird durch die Freischützen vertreten. Die Militärschützen sind nicht
mehr dabei, da sie die Bedingungen zur Durchführung von Schiessübungen
für „Obligatorisch-Schützen“ bereits nicht mehr erfüllten. Eine Einigung
der verbliebenen Feldschützen und Freischützen mit der
Schützengesellschaft für eine Weiterführung eines einzigen
Schiessvereines unter neuem Namen auf dem Platze Liestal kommt nicht
zustande.
2004 – 2005 Die Vereine Feldschützen, Freischützen und
Schützenclub Liestal möchten sich trotz der vorgängig nicht zustande
gekommenen grossen Fusion zusammenschliessen, diesmal ohne den grössten
Verein auf dem Platz, der Schützengesellschaft Liestal. Diesem Vorhaben
war nun Erfolg beschieden. Anlässlich ihrer Generalversammlungen 2005
beschlossen die Freischützen und der Schützenclub dem Feldschützenverein
Liestal beizutreten. Dieser hiess sie herzlich willkommen und beschloss
an seiner eigenen Generalversammlung die Umbenennung in
„Feldschützen-vereinigung Liestal“, um der Integration der beiden alten
Vereine Ausdruck zu verleihen.
2005
Am historischen Dornacherschiessen erreichte der Feldschütze Marc
Ballmer mit dem Sturmgewehr 57 als einziger das Maximalresultat von 60
Pt. und wird somit als Meisterschütze Gewinner der Bundesgabe.

2006
An der Generalversammlung der Feldschützenvereinigung Liestal
wird der Vereinsname erneut geändert und zwar in „Feldschützen Liestal“.
Es wird ausserdem beschlossen, eine neue Vereinsfahne zu beschaffen,
welche im Sinne der ehemaligen Freischützen aus ihrem alten
Vereinsvermögen finanziert wird.
2007
Der vorliegende Entwurf für eine neue Vereinsfahne wird gut
geheissen und die Erstellung in Auftrag gegeben . Im Jahre 2008 soll die
neue Fahnen im Rahmen des
125 Jahre – Jubiläumsschiessen offiziell präsentiert werden.
2008
Die Feldschützen Liestal feiern ihr 125-Jahr Jubiläum.
Die Vereinsmitglieder und Ehrensektionen werden zu einer Jubiläumsfahrt
eingeladen. Das vom Verein durchgeführte Jubiläums-Schützenfest mit der
Fahnenpräsentation findet am 11. (Vorschiessen) und am 25./26. Oktober
statt.




